Tea d’heim auf deutsch am 23. Dezember

Dezember 23, 2020

Diese Beiträge haben mir gut gefallen. Ich habe immer schon auf den nächsten gewartet. Danke dafür!

Rives de Sarre

Eine kleine Auszeit zur Teestunde. Lassen Sie sich einladen, einer Person aus der Bibel zu begegnen.

Dies ist die letzte Tea d’heim für dieses Jahr.
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Vertane Chance?

Juli 2, 2020

Gerade gucke ich nach langer Zeit mal wieder hier herein und entdecke, daß ich lange nichts geschrieben habe.

Eigentlich schade, daß ich die Zeit der starken Einschränkungen durch die Corona Pandemie nicht genutzt habe.

Wir sind hier in Ostfriesland noch ganz gut zurechtgekommen, auch wenn die sozialen Kontakte sehr sehr stark eingeschränkt waren. Bei meinen Gassigängen mit Rudi und der Katze traf ich auch sehr selten andere Gassigänger, mit denen ich mich mit dem gebotenen Abstand unterhalten konnte. Manchmal stellte ich gegen Abend fest, daß ich den ganzen Tag mit niemandem gesprochen hatte. Das musste ich dann schleunigst ändern und jemanden anrufen.

Inzwischen sind die Beschränkungen ein wenig gelockert worden:

Gottesdienste finden wieder nicht nur online statt. Man muß sich vorher anmelden, die Kirche mit Mundschutz betreten, die Hände desinfizieren und einen der markierten Plätze einnehmen. Das sind in unserer Kirche 26. Wir singen nicht, sondern lesen die Texte der von der Organistin gespielten Lieder mit. Ich summe sie hinter meiner Maske mit geschlossenem Mund mit.  Den Psalm sprechen wir mit dem Pastor im Wechsel. Und des Glaubensbekenntnis und das Vater Unser sprechen wir gemeinsam.

Der Posaunenchor probt wieder: im Garten des Gemeindehauses unter Beachtung der gebotenen Hygienevorschriften. So auch gestern abend unter ständig drohenden Wolken; aber es ist trocken geblieben.

In der nächsten Woche wollen wir auch wieder das Offene Abendgebet im Gemeindehaus, bzw. im Garten halten. Natürlich unter Beachtung der Hygienevorschriften, deren Kenntnis ich dann dokumentieren muss. Bisher haben wir immer getrennt, aber doch gemeinsam um 18 Uhr am Donnerstag gebetet. Die Glocken wurden dazu geläutet.

Wir wurden mit einem Wumms ausgebremst, und jetzt tasten wir uns langsam wieder in unser Leben hinein.

Wetterkapriolen

August 24, 2018

Die große Hitze ist vorbei. Die Natur  – und die Bauern vielleicht auch – atmen auf. Die große Wärme tat meinen Gelenken gut, aber ansonsten bremste sie uns ziemlich aus. Wir hatten unseren Tagesablauf umgestellt, d.h. daß wir manchmal schon um 5.30 h Gassi gingen. Da war es noch nicht heiß, und manche Menschen und Hunde lagen noch in ihren Betten und Körbchen. Sehr entspannend! Die Menschen und Hunde, die wir trafen, waren freundlich und locker. Wir auch

Anschließend habe ich versucht, die jungen Enten auf dem Tief anzufüttern, damit sie im Winter wissen, wo die Futterstelle ist. Die Teich- und Blässhühner profitierten auch von dem Angebot. Danach folgte die Bewässerung des Gartens. Die Kontrolle der beiden Dachböden auf verhasste Mietnomaden gehörte auch zum Morgenprogramm. Inzwischen wurde es schon wieder unangenehm warm in der Sonne. und wir hatten alle drei das Gefühl, wir könnten nach der Raubtierfütterung von Hund und Katze wieder schlafen gehen.

Ich habe wirklich nur das Nötigste getan. Der Mittaggang wurde auf ein Minimum reduziert, dafür fiel der Abendgang, wenn es langsam begann, wieder kühler zu werden, etwas länger aus als üblich.

Inzwischen wird unser Tagesablauf wieder normal. Wir fangen etwas später an. Die Sonne geht ja auch schon wieder später auf. Allerdings halten wir es so lange wie möglich bei, daß wir vor dem Duschen usw. unseren Morgengang erledigen. Ich bin entspannter und als Folge ist Rudi es auch.

Heute aber ist das Wetter unberechenbarer als im April. Eine Viertelstunde scheint die Sonne, der Himmel ist strahlendblau, und im nächsten Moment verdunkelt sich der Himmel in wahrer Windeseile, es kommen Unmengen Wasser herunter, und dann blitzt und donnert es . Aber nur für fünf Minuten.  Unberechenbar!

Was meine Katze wohl – vielleicht – denkt

April 2, 2018

Vor fast zwei Jahren habe ich den Garten gegenüber vom Bauernhof, nah am Tief besetzt. Er bot ideale Möglichkeiten, sich zu verstecken, auf Mäuse und sonstiges Getier zu lauern. Die Büsche waren sehr dicht zusammengewachsen, Blumen und Wildkräuter waren ungestört zu einem wahren Paradies gewachsen. Es gab allerdings noch andere Katzen, die dieses Grundstück bevölkerten. Die wurden vom Hund der Besitzerin nicht gerne gesehen und auf Bäume oder über die Zäune gejagt.

Ich war nicht allein, mein Begleiter war ein imposanter schwarzer Kater mit einem weißen Jabot und weißen Stiefeln. Wir hielten uns meistens im Schutz der Hecken und Büsche auf. Bis ich eines Tages beschloss, die Besitzerin zu erobern. Ich ließ mich kurz sehen und merkte, daß sie Interesse zeigte. Nach ein paar Tagen lockte sie mich an und gab mir ein Stück getrocknetes Fleisch. Es roch nach Hund, aber ich verspeiste es mit Appetit. Ich schmeichelte mich ein und folgte der Frau auf Schritt und Tritt. Vor ihren Augen fing ich eine Maus und vertilgte sie. Die Frau fand das offenbar gut.

Gegen Abend fuhr sie mit ihrem kleinen Auto weg und kam mit einer Packung Katzenfutter zurück. Vor der Haustür deckte sie mir den Futterplatz: ein Schälchen mit Futter und eins mit Wasser. Mein Begleiter saß gut getarnt im Gebüsch und beobachtete alles. Als ich nun speiste, schlich er näher. Ich wies ihn in seine Schranken. Erst als ich satt war, durfte er kommen und den Rest fressen.

Von dem Tag an bekamen wir täglich unsere Mahlzeiten. Der Hund hat schon am ersten Tag gelernt, daß wir etwas Besonderes waren, daß er uns in Ruhe lassen musste.

Nach einigen Wochen fing die Frau mich ein, steckte mich in eine Transportbox und fuhr mich mit dem kleinen Auto zum Tierarzt. Der untersuchte mich und sagte, ich sei gesund. Aber kastriert sei ich nicht. So ein Blödmann! Er hat nur auf meinen Bauch geguckt, aber nicht auf meine Seiten. Der Tierarzt, der mich Jahre vorher operiert hatte, hat einen seitlichen Zugang gewählt. Blöderweise hatte er mich nicht gechipt. So konnte niemand Auskunft geben. Und mich verstand ja keiner, als ich protestierte.

So wurde ich wieder operiert. Das Gesicht des Tierarztes hätte ich gerne gesehen, als er in meinem Bauch nichts fand. Aber ich war ja weggetreten.

Ich erholte mich schnell und verbrachte die Erholungszeit im Haus. Dort hatte ich ein Plätzchen, an dem mich niemand störte, hatte ein privates Klo und dreimal am Tag Futter und immer Wasser. Ich blieb auch nach der Rekonvaleszenz nachts dort. Der Hund frisst auch dort. Er braucht dreimal am Tag Tropfen über’s Futter. Da bekomme ich auch immer eine Mahlzeit; denn sonst meint die Frau, wäre ich traurig. Ich bekam auch einen Namen. Belle Jolie. Den haben die Enkelinnen ausgesucht. Der Kater, der immer irgendwo im Hintergrund saß, bekam auch einen Namen: Filou. Weil die Frau immer lachen musste, wenn sie ihn sah. Er blieb aber draußen und fraß auch sein Näpfchen dort leer.

Nun ist er nicht mehr hier. Ich sitze manchmal auf dem Stein, den sie auf sein Grab gelegt haben, und sonne mich. Ansonsten muss ich jetzt den Garten allein bewachen. Das ist leichter geworden, weil seit dem vergangenen Jahre zwei Menschen kommen und die schwere Gartenarbeit machen. Sie nennt sie Heinzelmännchen, obwohl sie keine Zipfelmützen tragen und auch nicht heimlich arbeiten. Ich brauche ja nun auch nicht mehr so viele Versteckmöglichkeiten mehr.

Ich muss mir immer wieder etwas einfallen lassen, wie ich die Frau zum Lachen bringe. Manchmal gelingt es mir mehrmals am Tag. Ich necke den Hund, der manchmal eine Riesensatz macht, wenn ich mich aus einem Hinterhalt auf ihn stürze. Aber wir tun uns nichts Ernsthaftes. Er darf immer mein Näpfchen auslecken. Manchmal lasse ich ihm etwas drin.

 

 

 

 

Störung der Totenruhe

März 31, 2018

So stand es vor ein paar Tagen in unserer Lokalzeitung. Auf einem Grab waren die Pflanzen aus der Erde gerissen worden, die Vasen umgeworfen. Zeugen wurden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Ich selbst hatte auf dem Grab meines Mannes abgerissene Tulpenköpfe gefunden. Zwei Grabvasen waren gesplittert. Auf dem Weg hatte ich Losung gesehen, größer als die von Kaninchen. Bei den Nachbargräbern waren vor allem Hornveilchen aus dem Boden gerissen und die Blüten abgefressen worden. Das Damwild war aus dem nahegelegenen Forst in der Nacht gekommen und hatte gespeist. Am nächsten Tag sah ich auch ganz klare Spuren auf dem Weg. Das ist ärgerlich und macht Arbeit und verursacht Kosten, die nicht sein müssen. Aber wenn es sich wirklich um Störung der Totenruhe durch Menschen gehandelt hätte, wäre das noch wesentlich schlimmer zu ertragen.

Bekannte, die dort die Gräber ihrer Mutter und ihres Sohnes pflegen, hatten Wildschreck Geräte aufgestellt, die bei Bewegung grelle LED Blitze abgeben. Ein anderer Bekannter zeigte mir ein Bild vom seinem Familiengrab, auf dem sehr viele Hornveilchen gepflanzt sind. Keins ist angefressen. Er hat an allen Ecken Kinderwindmühlen aufgestellt. Da wir hier in Nordseenähe immer Wind haben, bewegen sich die Windmühlen, und das Wild bleibt weg.

Also habe ich heute  Windmühlen aufgestellt. Mal sehen, ob sie bei mir auch zum Erfolg führen und das Wild vergrämen.

Noch mehr Sorgen

März 13, 2018

Wenige Tage nach Filous Tod bekam ich von einer Nachbarin ein Foto, das eine Katze unter dem Wohnzimmerfenster meines vermieteten Hauses zeigte. Sie lag da schon einen ganzen Tag.

Ich konnte das Tier nicht erkennen, leitete es aber meiner Mieterin weiter. Sie konnte es auch nicht erkennen, sagte aber, daß ihr Kater schon seit einiger Zeit nicht zum Fressen gekommen war. Als sie nun nachsahen , war er verschwunden.

Am nächsten Tag fanden sie ihn dort, aber er ließ niemanden an sich herankommen. Fressen wollte er auch nicht, aber er erbrach sich. Die Frau vom Tierschutz, die gekommen war, um ihnen beim Einfangen zu helfen, sagte, dieses Verhalten sei oft bei vergifteten Tieren zu beobachten. Es gelang ihnen nicht, den Kater anzulocken.

Aber am nächsten Tag begann er wieder zu fressen. Und nun hoffe ich, daß er sich erholt.

Nun stellt sich die Frage, wie wir den Menschen, der das Gift frei zugänglich ausgelegt hat, dazu bringen, das nicht mehr zu tun.

Abschied

März 7, 2018

Nach drei Wochen Hoffen und Bangen, viel Liebe und Zuwendung zeigte sich gestern, daß die Zerstörung der Nieren unseres Filou sich nicht wieder rückgängig machen ließ.

Wir hätten eine weitere Flüssigkeitsinfusion vornehmen lassen können. Das hätte  vielleicht eine vorübergehende scheinbare Besserung gebracht.

Die Nieren arbeiteten nicht mehr.

Es tut sehr weh. Er hat sich in den drei Wochen Intensivpflege so an mich angeschlossen. In der vorigen Woche hat er seine Zimmertür, die nach innen aufgeht, so lange bearbeitet, daß sie sich öffnete und er um Mitternacht im Schlafzimmer erschien und mich sehr erschreckte. Er legte sich zunächst auf ein Schafffell vor Rudis Körbchen und später auf eine Decke vor meinem Bett. Dort konnte ich ihm auch in den nächsten Nächten immer wieder Futter anbieten. Aber er nahm immer weniger zu sich.

Der Tierarzt riet mir dazu, ihn einschläfern zu lassen. Er habe zwar keine Schmerzen, aber er würde irgendwann ins Koma fallen und dann schreien.

So musste ich die schwere Entscheidung treffen.

Er hat mir in den 1 3/4 Jahren, die ich ihn kannte, nur Freude gemacht. Immer, wenn ich ihn im Garten oder auf der Straße traf, zauberte er ein Lachen auf mein Gesicht. Er wird mir fehlen.

Die beiden Hausgenossen haben Abschied genommen: Rudi hat sich neben seine Box gelegt und Wache gehalten; Belle Jolie hat sich schon mit einem Angriffsversuch am Morgen verabschiedet. Das hat mich zwar zunächst entsetzt, aber das ist, wie mir der Tierarzt erklärte, die Art, wie sich wilde Tiere (letztlich sind meine Findlinge ja wilde Tiere gewesen) von sterbenskranken Tieren trennen. Sie hat kurz an der Box geschnuppert und ist dann nach oben gegangen und hat seine Näpfe leergefressen. 😉

Sonntagsruhe

Februar 19, 2018

Nach der aufregenden Woche haben wir den Sonntag ruhig genießen können. Der Kater will offenbar das Versäumte nachholen und alles Futter fressen, das er in zwei Wochen nicht gefressen hat. Er hat einen unbändigen Appetit.

Hund und Kätzin ertragen das einigermaßen geduldig, zumal sie auch ein wenig teilhaben dürfen.

Um das Erreichte zu stabilisieren, muss Filou Nierenfutter fressen. Die Mutter aller Streunerkatzen aus der Nachbarschaft hatte große Bedenken, daß er das vielleicht nicht mögen würde.

Mit Sorge bot ich ihm das Trockenfutter an. Er fraß es . Große Erleichterung!

Fette Beute

Februar 17, 2018

Belle Jolie ist etwas gelangweilt. Offenbar fehlen ihr die Auseinandersetzungen mit Filou. Heute nach dem Fressen ließ ich sie nochmal raus und kümmerte mich um Filou. Plötzlich hörte ich von draußen ein lautes Miauen. Filou fand das beunruhigend. Ich ging nachsehen, und Belle kam mir mit einer fast kompletten erlegten Bratwurst entgegen, Sie jammerte genauso, wie wenn sie einen Vogel oder eine leckere Wühlmaus erlegt hat. Ich habe schnell ein Stückchen Fleisch zum Tausch angeboten und die Wurst entsorgt.

Update Filou

Februar 17, 2018

Die Blutwerte sind wirklich ganz schlimm. Ein Gutes ist allerdings dabei rausgekommen: Er hat keine der tödlichen ansteckenden Krankheiten. Er hat „nur“ Nierenversagen.

Der Arzt sah, daß der Kater besser aussah als am Mittwoch. Er sagte, daß er mir keine Hoffnung machen dürfe, aber es gebe einen ganz ganz winzigen Hoffnungsschimmer. So bekam Filou seine Infusion und eine B 12 Spritze. Dann holte er noch homöopathische Spritzen Renes Viscum Comp. Die hat er ausgependelt. Das Pendel zwischen Filou und den Spritzen schlug plötzlich wie wild aus. So etwas habe ich noch nie gesehen. Der Arzt brummte zufrieden und gab mir drei Spritzen mit. Eine bekam Filou sofort.

Entweder subkutan oder ins Fressen oder in die Backentasche. Die beiden letzten Möglichkeiten kamen mir unwahrscheinlich vor, weil er ja so schlecht frißt. und in die Backentsche kann man ihm auch nichts spritzen. Also sagte ich vollmundig, ich könne ihm die Spritzen geben. Später machte mir das Sorgen; denn ich glaubte nicht, daß er stillhalten würde.

Wieder zuhause sprang der Kater nach einer kurzen Erholungspause vom Bett, fraß und tramk von alleine. Ich war glücklich.

In der Nacht um 3.30h ging ich mal gucken. Da mußte ich lachen, er hatte alle Fleischstückchen rings um seine Untertasse drapiert. Er hatte sie alle abgeleckt. Ich holte ein neues TütchenFutter und bot es ihm nach und nach an. In der nächsten halben Stunde fraß er das ganze Gelee und auch das eine oder andere Stückchen Fleisch. Ich war glücklich und ging wieder ins Bett.

Das Problem mit der Spritze hat sich gut lösen lassen. Ich habe ihm ein kleines Döschen Futter mit der Aufschrift „Viel Sauce“ geöffnet. Er kam sofort und begann zu fressen, auch das Fleisch. Ich habe schnell die Spritze, die ich schon aufgezogen hatte, ins Futter geleert. Er hat nichts gemerkt.

Sollten sich Komplikationen ergeben, darf ich den Tierarzt anrufen, obwohl er Notdienst für Großtiere hat.

Ich habe ihm Bericht erstattet via WhatssApp.